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© 2001 Hartmut Wynen, letzte Änderung 16.04.2001 |
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Junghans ATO-Mat
Das ATO Prinzip......beruht auf einem Patent der französischen Firma Hatot und ist wohl eine der erfolgreichsten Ideen im Bereich der elektromechanischen Uhren überhaupt. Es beschreibt den direkten elektrodynamischen Antrieb des Schwingsystems und wurde von Wanduhren mit Pendel bis zu Armbanduhren mit Unruh eingesetzt. Im einzelnen verläuft der Antriebsvorgang, vereinfacht dargestellt, folgendermaßen ab: Auf dem Schwingsystem (in diesem Fall der Unruh) befindet sich ein einpoliges Permanentmagnetsystem mit hoher Koerzitivkraft. In der Nulllage der Unruh befindet sich ein feststehendes Spulenpaar, bestehend aus Antriebs- und Steuerspule, im Luftspalt zwischen den Magneten. Wird nun die Unruh bewegt, so induzieren die Magnete beim Überschwingen der Nulllage einen Spannungsimpuls in der Steuerspule, der eine Transistor ansteuert. Dieser wirkt als elektronischer Schalter und steuert den Stromfluss durch die Antriebsspule, der im Zusammenwirken mit dem Permanentmagneten der Unruh einen kurzen Antriebsimpuls verleit. Dabei ist die Anordnung der Magnetfelder so getroffen, dass der Antriebsimpuls kurz vor der Nulllage erfolgt. Die Stromrichtung ist so gewählt, dass das resultierende Magnetfeld in der Antriebsspule anziehend auf die Unruh wirkt. Der Antrieb erfolgt so bei jeder Halbschwingung. Zusammengefasst: Elektrodynamischer Antrieb mit einpoligem
Permanentmagneten auf dem Schwingsystem, feststehendem Zweispulensystem
und elektronischem Schalter.
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