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Junghans ATO-Mat W794
Junghans war immer früh an der Entwicklung elektrischer und
elektronischer Uhren beteiligt. Wie aber später bei den Armbanduhren,
übersprang man auch bei den Gebrauchsgroßuhren das Konzept des
Unruhmotors mit mechanischen Kontakten. Diese nutzten sich schnell ab
und verringerten die Zuverlässigkeit dieser Uhren erheblich. Mit der
Verfügbarkeit von billigen Transistoren entwickelte man direkt ein
elektronisches Werk.
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Dieses erste Werk von 1962 zeichnet sich durch ein aufwendiges Unruhschwingsystem
aus. Es hat vier Lagersteine (je ein Loch- und Deckstein oben und
unten), ist verhältnismäßig schwer (8,6g) und hat ein hohes
Trägheitsmoment. Die dadurch bedingte hohe Lagerreibung, versucht man
durch eine magnetische Entlastung des unteren Unruhlagers zu
kompensieren. Dazu sind zwei Magnete, einer an der Unruhwelle und einer
fest am unteren Zapfenlager montiert.
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Die Unruhfrequenz beträgt 2Hz oder 14400A/h (Halbschwingungen pro Stunde),
die Amplitude bei voller Batterie ca. 270° bzw. 260° mit einer
ebenfalls möglichen 1,35 Volt Quecksilberbatterie (Mignon).
Gegenüber dem Spulensystem befindet sich ein Aluminiumwinkel, der als
Wirbelstrombremse wirkt, damit die Amplitude stabilisiert und den
Isochronismusfehler verringert.
Die Schwingbewegung wird durch eine Schaltweiche
auf der Unruhwelle gleichgerichtet und bewegt ein Schaltrad(R) aus
Kunststoff. Dieses wird durch eine Rastfeder(F) so gesteuert, dass es
außerhalb des Nulldurchgangs der Unruh, keinen Kontakt zur Schaltweiche
hat. Die Unruh schwingt daher zum größten Teil frei. Über ein
Zwischenrad wird die Bewegung zum Sekundenrad(SR) übertragen und von
dort aus wie üblich über das Kleinbodenrad auf das Minutenrad,
Wechselrad und Stundenrad.
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Die Elektronik
dieser Uhr ist in einem Elektronikblock fest vergossen. Sie besteht
neben dem Spulensystem (Antriebs- und Steuerspule) nur aus einem
Transistor und einem Neutralisationskondensator, der ungewollte
Schwingungen durch Rückkopplung verhindert.
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