Firmenlogo PUW PUW - Pforzheimer Uhren-Rohwerke
Firmenlogo Porta Porta Uhrenfabrik Wehner KG Pforzheim

Pforzheim, heute nur noch bekannt durch seine Schmuckindustrie, war einst das Zentrum der deutschen Uhrenfertigung. Mitte der 70er Jahre kamen 75% aller in Deutschland gefertigten Armbanduhren aus Pforzheim. [Trueb1999] Als um 1920 die Armbanduhrfertigung in Pfaorzheim begann, wurden ausschließlich Schweizer Werke verarbeitet. Durch die hohen Zölle auf Rohwerke, sah man sich gezwungen, diese selbst herzustellen. Eine der ersten Firmen war die "Pforzheimer Uhren-Rohwerke GmbH" kurz PUW. Sie sollte auch die letzte Firma in Pforzheim sein, die nach dem Zusammenbruch der deutschen Uhrenfertigung im Zuge der Quarzuhrenrevolution, ihre Fertigung einstellte.

Geschichte

(nach Reif2002, Trueb1999)

1932 Rudolf Wehner (*1.5.1899 in Dresden) gründet die "Pforzheimer-Uhren-Rohwerke PUW". Es gelingt ihm, Spezialmaschinen unter Umgehung der Ausfuhrbeschränkung aus der Schweiz zu importieren.
1933 Erstes Rohwerk: Kaliber 500, Formwerk 8¾x12''', 15 Steine, bis 1958 im Programm.
Spezialteile, wie z.B. für dir Hemmungssteine, müssen immer noch aus der Schweiz importiert werden. Da dies aber nut mit Rohwerken möglich ist, werden auch diese teile zunehmend in Pforzheim hergestellt.
1948 Die "Porta Uhrenfabrik Wehner KG" wird gegründet (Porta Hercyniae = Pforte des Schwarzwalds, lateinischer Name für Pforzheim). Sie stellt Komplettuhren (mit den Werken der PUW) her.
1958 Erste elektrische Armbanduhrwerk Porta-Lip  = Lip Kaliber R27
1968 Erstes selbstentwickeltes elektrisches Armbanduhrwerk Kaliber 1000, kontaktgesteuert
1971 Das Spitzenjahr: PUW gilt als größte und modernste Rohwerkefabrik in Europa außerhalb der Schweiz. (2,3Mio Werke im Jahr)
1974 Erstes Quarzwerk Kaliber 5002
1980 Bis auf das mechanische Kaliber 1177 werden nur noch Quarzwerke hergestellt.
1988 Fusion mit dem Gehäusehersteller Rodi & Wienenberger (ROWI) zur Porta Micromechanik AG. 1989 werden 9Mio Quarzwerke hergestellt.
1990 Uhrwerkfertigung wird von SMH (heute Swatch Group) übernommen und der ETA SA eingegliedert. Heute werden dort vorwiegend Stanz- und Spritzwerkzeuge und nur noch wenige Uhrenteile hergestellt.
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Literatur

Firmenschriften

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